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Dies ist ein Gastbeitrag von Daniel Plaikner. Vielen Dank.


ein ComputersüchtigerComputersucht ist eine existente, aber dennoch oftmals unterschätzte und missachtete Krankheit. Hauptgrund dafür ist wohl der Umstand, dass es sich bei der Computersucht nicht um die Abhängigkeit nach einer Substanz handelt - wie etwa beim Rauchen - sondern um die Sucht nach einem Medium, dessen Naturell gar nicht so einfach zu erklären ist. Als Computersucht kann dabei jedes Verhalten definiert werden, bei dem der Zwang des Nutzers, Zeit am Computer zu verbringen, so stark ist, dass zahlreiche Aufgaben im echten Leben deutlich darunter leiden, häufig gleich über längere Zeiträume.

 

Der Anschein, Computersucht sei eine Erfindung der letzten Jahre, ist allerdings falsch; schließlich gab es die ersten Formen der Computersucht schon zu Zeiten, als ein Großteil aller Haushalte noch gar keinen Computer besaß. Ein weiterer pauschaler Fehler ist, Computersucht auf Spielsucht zu reduzieren. Obwohl diese Form zu den häufigsten gehört, ist sie nur der vielleicht bekannteste von vielen Faktoren, die so vielfältig sind wie die Weiten des Internets selbst.

 

 

Spielsucht am Computer: alles, was Spaß macht

Neben allen Vorzügen des Internets ist es unbestritten, dass das Web der Computersucht maßgeblich in die Karten spielt. Gerade durch die vielen Möglichkeiten des Online Gamings mit etlichen Mitspielern, zwischen denen sich schnell soziale Strukturen und damit verbundene Pflichten entwickeln, ist die Gefahr der Computersucht umso höher. Bestärkt wird dies durch die Ausarbeitung riesiger Online-Welten, die ganz besonders im Rollenspielbereich zur gefährlichen Realitätsflucht beitragen. Prominentester Vertreter ist hier wohl World of Warcraft, das meistgespielte und erfolgreichste Spiel aller Zeiten. Neben den Rollenspielen sind auch Shooter schon seit Jahren für erhöhte Suchtgefahr bekannt. Das kurzweilige Spielprinzip, bei dem es um Taktik und Reaktionen geht, fand seine Online-Anfänge in Counter-Strike, dessen Erbe heute von der Battlefield-Reihe fortgesetzt wird. Durch den Faktor Multiplayer Gaming überschneidet sich die spielerische Computersucht übrigens mit der kommunikativen, die durch soziale Netzwerke wie Facebook oder Messaging-Systeme wie MSN, Skype oder ICQ gefördert wird.

 

 

 

Computersucht mit finanziellen Gefahren: wenn es ans Geld geht

Sind die oben genannten Beispiele für Computersucht vor allem echte Zeitfresser, existieren noch andere Varianten, die sich auf den wohl ärgsten Faktor des echten Lebens beziehen, nämlich das Geld. Da wäre zum Einen das beliebte Online Shopping, dessen Reiz darauf beruht, zu jeder Uhrzeit eine unbegrenzte Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten zu haben. Ergänzt um Rabattmöglichkeiten wie Gutscheincodes entsteht so schnell ein Sog, dem sich viele passionierte Shopper auch dann nicht entziehen können, wenn die Kreditkarte längst überbelastet ist. Beinahe noch schlimmer tritt die Computersucht allerdings dort zu Tage, wo die Faktoren Spiel und Geld gleichermaßen beteiligt sind, nämlich in den Online Casinos. Auch hier gilt, dass vor allem die spontane Möglichkeit zum Spielen eine verführerische Wirkung auf geneigte Poker- oder Slots-Spieler ausübt.

 

Zu guter Letzt: Computersucht nach Sex und Informationen

Ebenfalls ein Phänomen der Neuzeit ist die Sexsucht, die sicherlich auch eine Folge der immer stärkeren Präsenz sexueller Darstellungen ist. Das verlockende Angebot an kostenlosen Pornos kann dabei zu einer Einmischung der Sexsucht in andere Formen der Computersucht führen. Oft geht auch die übermäßige Jagd nach vermeintlich kostbaren Informationen und natürlich medialen Dateien mit erhöhtem Pornokonsum einher, sodass ein komplexes Gebilde der Computersucht entsteht, dessen Bekämpfung keineswegs einfacher vonstatten geht als bei anderen Suchtarten. Immerhin: Im Gegenzug der immer mehr werdenden Fälle von Computersucht steigt auch die Zahl der Ansprechpartner und Therapiemöglichkeiten. Ein guter Anfang, auch um die Schwere der eigenen Sucht festzustellen, ist dabei www.computersucht-besiegen.com.

 

 

 

 

 


Quellen: Text von Daniel Plaikner, Bild von Epirate Images / Fotolia.com


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