Drogen im Praxistest

Drogen sind toll. Sie machen Spaß, führen zur Abhängigkeit, zerstören die Gesundheit ihrer Konsumenten und nach und nach ihr ganzes Leben. Da kriegt man doch glatt Lust gleich mal was einzuschmeißen! Nur ist da die quälende Frage was. Es gibt so viele schöne Sachen, Heroin, Kokain, Crystal Meth. Wer soll da noch den Überblick behalten?!

 

Welche Droge putscht am meisten auf, welche führt zur stärksten Abhängigkeit und wie kommt man am schnellsten unter die Erde? Fragen über Fragen. Sie sollen mit der folgenden Dokumentation  "Wie Drogen wirklich wirken" beantwortet werden. Auf Basis der enthaltenen Informationen werden wir nachfolgend die beste Droge 2012 küren.

 

Wie Drogen wirklich wirken

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Welche Droge ist die beste?

Ins Rennen gehen Marihuana, Heroin, Crystal Meth und Kokain.

 

Marihuana (THC / Cannabis)

  • Vorteile: Die Droge hemmt den Zugang zu Erinnerungen an frühere Zeiten. Somit ist sie gut geeignet, um den schnöden Alltag mal hinter sich zu lassen.
  • Nachteile: Die Droge ist das in Deutschland am häufigsten konsumierte illegale Rauschmittel schlechthin. Sie zu nehmen ist also sehr Mainstream und somit fast schon uncool. Das mit dem Erinnerungsverlust hat ebenfalls seine Nachteile. Es ist bisschen blöd, wenn die Wohnung am Abbrennen ist und man zugekifft auf dem Sofa rumliegt und sich nicht mehr erinnern kann, was man in dieser Situation machen sollte.
  • Gesundheit: Eine psychische Abhängigkeit entsteht recht schnell. Körperlich sind ähnliche Folgen zu erwarten, wie beim Rauchen: Lungenschädigungen, Verminderung der Lungenfunktion, Lungenkrebs. Das ist langweilig und gibt Abzüge in der Gesamtbewertung.



Heroin

  • Vorteile: Solange man auf Heroin ist, kann man sich super konzentrieren - also ruhig noch was vor der nächsten Mathearbeit einwerfen! Wikipedia sagt: "Heroin zählt aufgrund der für einen Anteil der Konsumenten überwältigenden psychischen Wirkung zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial überhaupt."  - das klingt doch vielversprechend oder?
  • Nachteile: Sobald der Trip vorbei ist, war's das dann auch wieder mit der Leistungsfähigkeit. Als Drogensüchtiger ist man Stresssituationen nicht mehr gewachsen. Angstzustände führen zu Atemnot und die Lunge ist nicht mehr in der Lage Fremdkörper nach außen zu transportieren.
  • Gesundheit: Es tritt eine starke psychische aber auch eine körperliche Abhängigkeit ein. Schädigungen und Vernarbungen der Bronchien sind zu erwarten. Die 28-jährige Heroinabhängige im Video hatte bereits die Lunge einer 84-jährigen. Herzschädigungen und -infarkte sind ebenfalls häufige Nebenwirkungen. Das klingt als müsste man schon ziemlich einen an der Waffel haben, um das Zeug freiwillig zu nehmen. Klarer Pluspunkt.



Crystal Meth

  • Vorteile: Ein ziemlich rasanter Höhenflug steht dir bevor! Für einen Augenblick wirst du nichts als Begeisterung und Energie verspüren!
  • Nachteile: Der Stoff wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nazis verwendet, um Soldaten der Wehrmacht und Luftwaffe bei Laune zu halten. Das ist uncool, wer will schon Nazidrogen nehmen? Auch blöd ist, dass man nach dem besagten Höhenflug schnell ziemlich schlaff und kaputt ist.
  • Gesundheit: Der Körper verballert alle Energiereserven für den Rausch. Ist dieser vorbei, droht der Zusammenbruch. Das ist ziemlich doof und macht die Droge für den Alltag untauglich. Der Konsum von Crystal Meth führt schnell zur psychischen Abhängigkeit und zu Herzschädigungen.



Kokain

  • Vorteile: Gut für unterwegs geeignet, ne' Line kann man sich so gut wie überall legen. Der Stoff geht über die Schleimhäute direkt ins Blut und wirkt somit besonders schnell. Der Schnupfende wird mit einem Energieschub belohnt, welcher auch körperlich spürbar ist. Tipp: Wer alleine eine Waschmaschine in den dritten Stock tragen möchte, sollte sich vorher ein bisschen Kokain reinziehen.
  • Nachteile: Kokainabhängige leiden unter starken Depressionen und sind oft aggressiv, gewalttätig und hochnäsig. Das ist nicht schön.
  • Gesundheit: Kokain führt zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit. Die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes ist enorm groß. Während des Rauschs pumpt das Herz circa 35 Liter Blut pro Minute durch den Körper (normal wären so um die 5 Liter). Das ist wirklich beeindruckend.



 

Im Kampf um den Titel der besten Droge 2012 fiel es der Jury also nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Kokain wurde wegen der dauernden Ausraster und dem teils vollständigen Kontrollverlust disqualifiziert. Crystal Meth belegte aufgrund seiner fragwürdigen Vorgeschichte nur den dritten Platz.

 

Im Kampf um die Goldmedaille setzte sich Heroin ganz knapp gegen Marihuana durch. Zwar überzeugte Marihuana durch die breite gesellschaftliche Anerkennung und die Tatsache, dass Kiffer meist ziemlich lässig drauf sind, doch an den hohen Suchtfaktor von Heroin kommt THC einfach nicht ran. Heroin ist somit der klare Sieger und die beste Droge des Jahres 2012. Herzlichen Glückwunsch.

Wer sein Leben wegwerfen will, sollte Heroin konsumieren.

 

THC, Heroin, Kokain und Crystal Meth im Vergleich

 

 

 

 

 

Drogen sind nicht lustig

Wer diesen Artikel bis hier hin gelesen hat, sollte inzwischen gemerkt haben, dass er von Sarkasmus und einer Überdosis an schwarzem Humor geprägt ist.

 

Eigentlich sind Drogen und die Sucht nach Rauschmitteln kein lustiges Thema. Und weil dem so ist, mangelt es an Aufklärung. In Schulen kommt das Thema Abhängigkeit oft viel zu kurz, und wenn es besprochen wird, geschieht es oft in einem vorwurfsvollen Ton à la "Drogen sind böse. Sie machen dich süchtig, deinen Körper kaputt und zerstören dein Leben".

 

Zwar mag das stimmen, doch es ist nicht das, was ein heranwachsender, abenteuerlustiger und experimentier-freudiger Teenager wissen und hören will. Es liefert auch keine Antwort auf die Frage, warum so viele Menschen überhaupt Drogen nehmen und in die Abhängigkeit geraten. Die oben gezeigte Dokumentation setzt an einem anderen Punkt an. Sie informiert ohne Vorbehalte darüber, wie die Drogen wirken und womit die Süchtigen zu rechnen haben. Auf diese Art und Weise bleiben oft mehr Informationen hängen, als wenn man ein Verbot ausspricht.

 

Es wäre wünschenswert, dass dieser Themenkomplex einen festen Platz in den Lehrplänen aller Schulen einnimmt. Eine Aufklärung sollte nicht durch Verbote und Regeln erfolgen, sondern durch sachliche Informationen. Bei einem so brisanten Thema muss es das Ziel der Lehrkräfte sein, alle Schüler zu erreichen und sie dazu zu bewegen, selbstständig im richtigen Moment "Nein!" zu sagen.

 

 

Suchtberatung

Wer auf der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Sucht ist oder gar schon in die Falle getappt ist, sollte einen Blick auf die folgenden Seiten werfen oder eine Suchtberatungsstelle aufsuchen.

 

 

 

Übrigens bieten viele Suchtberatungsstellen inzwischen auch Hilfe bei Suchterkrankungen an, die nichts mit illegalen Rauschmitteln zu tun haben. Egal ob es um Spielsucht, Sexsucht, Nikotin- und Alkoholsucht oder die Abhängigkeit von neuen Medien (Computerspiele, Online Casinos, Online Pornografie) geht. Es gibt fast immer jemanden, der helfen kann. Verloren hat nur der, der sich nicht helfen lässt.

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