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Die Welt ist eine Koogle
Freitag, den 18. Juli 2008 um 16:31 Uhr
Schon lange haben wir nichts mehr über das wohl fragwürdigste Unternehmen unseres Planeten (ja ok, die US Regierung ist auch noch da) berichtet. Doch Google schläft nicht. Täglich neue Ideen, neue Features, neue Werbestrategien und neue Daten, die gesammelt werden müssen.
"Tu nichts Böses", war der Leitspruch unter dem vor einigen Jahren alles begann und glaubt man den Aussagen der Google Pressesprecher, ist er es auch noch heute. Doch Datenschützer sehen das anders.
Google reicht es schon lang nicht mehr Suchanfragen zu speichern, personalisierte Profile zu erstellen, Userinteressen auszuwerten und soziale Netzwerke zu analysieren . An Gesundheitsprofile und Erbinformationen will man ran. Und so steuert das US amerikanische Monopolunternehmen, unter dem Deckmantel der Innovation und des Fortschritts, in eine Richtung, die sogar die Datensammelwut der europäischen Union um Welten übertrifft.
Die folgende, relativ aktuelle Videodokumentation soll Aufschluss über aktuelle Entwicklungen und neue Features, sowie den damit verbundenen Bedenken der Datenschützer geben.
Tatsache bleibt, dass sich Google hinter den harmlos klingenden Aussagen der firmeneigenen Pressesprecher versteckt und keine Informationen über die eigentlichen Ziele und aktuellen Bestrebungen gibt. Google ist anonym, der User nicht. Und so sammelt Google weiterhin alles, was das Internet in irgendeiner Weise hergibt, jede Information, jedes Detail, denn Wissen ist Macht.
Was kann ich dagegen tun? Sollte ich mich und meine Daten schützen?
Nun ja, die letztere Frage musst du dir selbst beantworten. Tatsache ist, dass es heutzutage üblich ist, dass man vor einem Bewerbungsgespräch vom Unternehmen "gegoogelt" wird (Erschreckenderweise steht das Wort im Duden). Und wer ein reges Onlineleben führt, der wird von Google auch gefunden. Den meisten Leuten ist es dann sicherlich unangenehm, wenn bei einem Bewerbungsgespräch peinliche Fotos an die Wand geworfen oder fragwürdige Informationen angesprochen werden. Dies soll nur ein kleines Beispiel für die Folgen sein, die ein zu lockerer Umgang mit den eigenen Daten mit sich führt.
Wer sich schützen will, dem empfehlen wir möglichst wenig persönliche Informationen und Bilder ins Internet zu stellen. (Myspace und Facebook wurden von Google aufgekauft und somit verfügt das Unternehmen über alle enthaltenen Profildaten.)
Weiterhin empfehlen wir euch, andere Suchmaschinen zu befragen und möglichst wenig Google Services zu nutzen. Wer nicht auf den Suchalgorithmus verzichten will, kann über Scroogle.org suchen (eine Webseite, die eure Suchanfragen anonymisiert und die Resultate entzensiert) oder das Anonymisierungsplugin CustomizeGoogle in Firefox installieren (Pluginoptionen > Privacy > alle Haken anmachen!).
Aufhalten können wir die fortschreitende Entwicklung nicht, aber unsere eigenen Daten können wir schützen.
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