Das Internet

Vor einiger Zeit haben wir euch das "Did you know? Shift happens..." - Video vorgestellt. Dieses gab uns einen kurzen (statistischen) Überblick über die globale Entwicklung im Bezug auf soziale Aspekte wie Bildung, Arbeitslosigkeit und Bevölkerungswachstum. Primär ging das Video aber auf die Entwicklung eines Mediums ein, welches neben Tageszeitung, Radio und TV doch noch recht jung ist.

 

Das Internet - Reizüberflutung Das Internet, oder spezieller das World Wide Web  wurde ab 1989 von Tim Berners Lee am CERN in Genf entwickelt und 1991 zur Nutzung freigegeben. Ursprünglich war das World Wide Web nur für die Vernetzung der Universitäten ausgelegt, doch schnell entwickelte sich auch eine große Nachfrage im kommerziellen und privaten Bereich. Inzwischen gibt es mehrere Billionen Internetseiten. Ein komplett neuer Markt entstand und brachte monströse Monopolunternehmen wie Google hervor, welchen man inzwischen mehr globalen Einfluss zurechnen kann, als so mancher Regierung.

 

Und schon hier zeigt sich, dass das Internet eine sehr zwiespältige Entwicklung genommen hat. Firmen und Webmaster versuchen mit Onlineservices Geld zu verdienen. Allein Google hat im Jahr 2008 mindestens 22.5 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht. Das Unternehmen verzeichnet monatlich zwischen 60 und 70 Milliarden Suchanfragen. So hilft uns eine einzige Webseite genau die Inhalte zu finden, die uns interessieren, bestimmt aber andererseits auch, was uns verborgen bleibt, oder erst auf Seite 1337 der Suchergebnisse erscheint.

 

In allen anderen Bereichen des Internets setzt sich diese Zwiespältigkeit weiter fort. Es gibt Millionen von Seiten mit pornografischen, jugendgefährdenden, gewaltverherrlichenden und neonazistischen Inhalten im Netz. Schon jetzt lässt sich die Ausbreitung dieser Inhalte nicht mehr verhindern. (Wie man an der aktuellen Stopp-Banner Diskussion sieht, ist hier auch die Regierung recht hilflos und findet keine Lösungen für Probleme, wie die Vermeidung der Verbreitung von Kinderpornografie.)

 

Das Internet lässt sich nicht kontrollieren. Nahezu jeder Mensch der einen Computer besitzt kann sich Webseiten erstellen, Dateien hochladen und eMails verschicken. Im Internet wird der ewige Kampf zwischen "Gut" und "Böse" unermüdlich ausgefochten: Kommerzielle Webseiten mit versteckter Abzocke auf der einen Seite, auf der anderen kostenfreie Bildungsportale wie Wikipedia. Jugendschutz und lernorientierte Seiten für Kinder gegen Gewaltverherrlichung und Pornographie. Objektive Nachrichtenseiten duellieren sich mit Webpages, welche Halbwahrheiten als Tatsachen hinstellen oder sich die richtig guten Storys einfach aus den Fingern saugen.

 

Während man sich dank des Internets einen Besuch beim Hautarzt sparen kann, weil die Diagnose "Pickel oder Forunkel" dank unzähliger Foren, (welche von Laien gefüttert werden) schnell zu Hause durchgeführt  ist, zieht das Netz auf der andere Seiten neue medizinische Probleme hinter sich her. Von Rückenschäden vom "zu-lange-vor'm-Rechner-sitzen" über soziale Phobien bis hin zur Internet-, Spiel- oder Pornosuchterkrankungen ist alles vertreten. In Belgien starb letztes Jahr ein 15-jähriger Jugendlicher vor seinem Computer, weil er im Eifer seines Rollenspiels vergessen hatte zu essen und zu schlafen.

 

Diese ganze Entwicklung wirft die Frage auf, wie man mit dem Medium Internet umgehen sollte. Ich denke, wenn die meisten von uns, mal kritisch darüber nachdenken, wie ihr Tagesablauf so gestaltet ist, werden sie feststellen das ihr Leben von Videoportalen wie Youtube, Communityseiten wie studiVZ , Facebook oder Jappy und einem Haufen mittelmäßig sinnvoller Foren dominiert wird.

 

Im folgenden, etwas sarkastisch angehauchten Video, wird der typische Tagesablauf eines jugendlichen Internetnutzers aufgezeigt...

 

Nun, das Video hat noch einige andere (kritische) Bereiche beleuchtet, auf die ich hier nicht näher eingehen will. Sicherlich könnte man noch 40 Seiten darüber referieren, was die Vor- und Nachteile des Internets sind? Wie viel Werbung, entblößte Haut und unverstehbare Konstrukte wie "ROFL er hat LOL gesagt" ein Mensch braucht um endgültig wahnsinnig zu werden? Und ob es wohl irgendwie möglich ist die 5000 Werbeflyer wieder abzubestellen, die man bekommt, weil man bei einem Onlineshop vergessen hat das richtige Häkchen zu deaktivieren. Zu einem Ergebnis würde das Ganze dennoch nicht führen.

 

Dies soll aber auch nicht das Ziel dieses Artikels sein. Viel wichtiger ist, dass DU SELBST beginnst, dir über solche Themen Gedanken zu machen. Überlege ob du dein kurzes Leben nicht viel zu sehr an deinen Computer verschwendest. Denke darüber nach, ob du einige deiner "besten Freunde" vielleicht nur über's Internet kennst und wann du das letzte Mal im Freibad warst, anstatt mit deiner Gilde durch WoW zu "bashen".

 

Surfen, Chatten und Spielen macht Spaß - aber es kommt auf die richtige Dosis an!

 

In diesem Sinne, viel Spaß noch auf unserer Internetseite!  ;-)

 

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