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bW (4): 12-6=NPD, das Rezept


Dies ist ein Gastbeitrag von Katja Barnatz  aus Hamburg . Vielen Dank!


Die braune Woche

Das Rezept für eine rechtsextreme Partei, mit viel Mut die eigenen Wähler zu belügen und wenig Intelligenz um es unauffällig umzusetzen:

Man nehme:

- 9,2% der Wählerstimmen bei der sächsischen Landtagswahl
- 12 Sitze des sächsischen Landtags
- ein paar falsche Wahlversprechen
- einen starken, wenn auch etwas verwirrten Führer namens Holger Fallobst
- 11 durch Zufall bestimmte Abgeordnete
- einen großen Packen organisatorische Unfähigkeit
- ein Hitlerbekenntnis
- einen Haufen Kinderpornografie
- eine Schusswaffe
- den Willen Steuergelder in große, teure Autos zu verwandeln

Alles in einen großen, braunen Topf geben, ordentlich durchrühren und dann so lange stehen lassen, bis die Brühe faulig wird.

Bon Appetit!


Was bisher geschah:


Am 19. September 2004 erzielte die rechtsextreme NPD 9,2% der sächsischen Wählerstimmen bei der Landtagswahl. Somit standen der NPD im neuen Dresdner Landtag zwölf Abgeordnetenplätze zur Verfügung.
Hochmütig und zu allen Schandtaten bereit, zog der braune Kader in den Landtag ein, doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
In den folgenden Monaten schaffte es die NPD, aus zwölf Abgeordneten sechs zu machen.

Das Drama begann mit dem NPD Abgeordneten Matthias Paul, auf dessen Rechner die Staatsanwaltschaft kinderpornografische Inhalte sicherstellte. Dummerweise war das eine Form von Publicity, die die NPD überhaupt nicht gebrauchen konnte. Denn seit Jahren sprach man sich doch für die Todestrafe für Kinderschänder aus. Matthias Paul verließ die Partei.

Kurze Zeit später sprangen die Abgeordneten Mirko Schmidt, Jürgen Schön und Klaus Baier ab. Sie hatten kein Interesse mehr daran in einer Partei mitzuwirken, welche die Wähler nach Strich und Faden belügt. Im Wahlkampf hatte sich die NPD als bürgernahe Partei hingestellt, welcher es nicht um die eigene Brieftasche, sondern um die Durchsetzung, der im Wahlkampf vorgestellten, Ziele geht. Die drei Aussteiger verließen die Partei, weil es dann scheinbar eben doch nur um Macht, Posten, teure Autos und Geld ging. Sie waren nicht länger bereit, die Lügen der NPD auf ihren Schultern mitzutragen.


Als nächstes wurde Klaus Joachim Menzel der Partei verwiesen. Jener hielt es für nötig sich in der Öffentlichkeit zu Hitler zu bekennen und eine Waffe in den Landtag zu schmuggeln.


Die NPD knockt sich nach und nach selbst aus dem Landtag und Holger Apfel muss nun erkennen, dass die zufällige Auswahl von Landtagsabgeordneten wohl ein eher unpassendes Mittel zum Aufbau einer Fraktion ist, welche seine Partei eigentlich weiter nach vorn bringen sollte.

In einem Brief an seine Kameraden schreibt Apfel: „Ich kann selber gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte“ (Zitat von Max Liebermann, welchen die NSDAP eigentlich nicht so toll fand).

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Zusammenfassend kann man sagen, dass die NPD eine verlogene, zwielichtige und vor allem fehlorganisierte Partei zu sein scheint, welche nicht nur ihre Wähler, sondern sogar ihre eigenen Abgeordneten belügt.

 

 

Die NPD gibt sich als SPD aus

Wie verlogen die NPD wirklich ist, zeigt sich auch im folgenden Video. Scheinbar hielt man es für nötig, die Räumlichkeiten für den NPD Landesparteitag in Niedersachsen unter falschem Namen anzumieten. Als „SPD“ und als „landwirtschaftlicher Verein“ wollten die Braunen in zwei verschiedenen Einrichtungen Räume mieten. Man ist sich wohl dessen bewusst, das man als „NPD“ nicht willkommen ist.

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Fehler in der Matrix

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