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bW (3): Die Neonazis


Dies ist ein Gastbeitrag von Katja Barnatz  aus Hamburg . Vielen Dank!


Die braune Woche


Neonazi Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, Bomberjacke und darin eine brutale, meist etwas beleibtere Schlägerglatze. So stellen sich wohl die meisten Leute den durchschnittlichen Neonazi vor und für viele mag das auch nach wie vor stimmen. Doch ein Wandel hält Einzug in die braunen Kader. Die NPD will ihr Image aufbessern und weg vom Ruf der sozialen Außenseiterpartei. Deshalb werden die Rechtsextremen seit einer Weile dazu angehalten, sich „netter“ zu kleiden und zu präsentieren – zumindest dann, wenn es drauf ankommt. Trugen die Neonazis in der Vergangenheit vor allem Bomberjacken der Marken Lonsdale und Consdaple, wird nun die Marke „Thor Steinar“ (erkennbar am Aufdruck irgendwelcher Runen und am Firmenschriftzug auf der Kleidung) bevorzugt .

Nach außen hin versucht man sich also harmlos zu verkaufen, doch die Menschen in der Kleidung bleiben trotz neuer Aufmachung die Gleichen. Und was das für Leute sind, wollen wir im Folgenden näher erläutern.

Wie wird man Neonazi und warum?
In der Regel wird kaum ein Jugendlicher aus nationaler, gut durchdachter Überzeugung zum Rechtsradikalen. In der Regel sind es Leute, die aus sozial schwachen Gefilden kommen, denn in selbigen herrscht ein rauer Umgangston und es fehlt an Aufklärung und Vorwissen. Viele Jugendliche geraten über Freunde und Bekannte ins rechtsradikale Spektrum oder durch die Erziehung der national orientierten Eltern. Wem von Geburt an erzählt wird, dass Ausländer böse sind und der Krieg ein toller Kampf um die deutschen Rechte in Europa war, der wird nicht allzu schnell auf die Idee kommen, die anerzogene Meinung in Frage zu stellen.
In jungen Jahren, vor allem während der Pubertät, in der Phasen existieren, während denen man sich gern als Rebell fühlen möchte, ist der Mensch sehr beeinflussbar. Dieser Tatsache ist sich auch die NPD bewusst. Und so tritt die rechtsextreme Partei vorwiegend an Kinder und Jugendliche heran. Sie schaffen Freizeitmöglichkeiten wie Jugendclubs, Zeltlager und Singabende. Für einen desorientierten, pubertären Jugendlichen, der zu Hause, auf Grund der eher schlechten Familienverhältnisse, nur angebrüllt wird, stellen all diese Dinge gute Zufluchtspunkte dar. Bei den Veranstaltungen selbst bekommen die noch minderjährigen, potentiellen, zukünftigen Neuwähler dann den ersten Schliff verpasst, indem man vor allem soziale Aspekte anspricht und der „deutschen Lebensweise“ frönt. Deutsche Lieder gesungen, man unterhält sich, es entsteht eine Kameradschaft in der sich die Jugendlichen wohler fühlen als im besagten Elternhaus. Bis diese Jugendlichen das 18. Lebensjahr erreichen und damit im wahlfähigen Alter sind, hat die NPD nun Zeit, ihnen die wichtigsten Meinungen ins Hirn zu hämmern: „Ausländer und Linke sind böse, sie sind Schuld an all unseren Sorgen“, „Geh NPD wählen!“, „Die Juden sind an allem Schuld!“, „Strebe nach dem Aufbau des vierten Reichs!“.

Im folgenden Video wurden einige Rechte während einer Demonstration interviewt. Besonders die Aussagen im ersten Teil des Videos zeigen auf erschreckende Art und Weise, was Fehlprägung und geschichtliche Desinformation anrichten können.

 


Frauen in der NPD

Wie bereits oben beschrieben, versucht das rechtsradikale Spektrum für die Öffentlichkeit „wählbarer“ zu erscheinen, indem man weniger bedrohlich wirkt.
So fällt auch auf, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Frauen bei der NPD mitmischen.
Frauen wirken familienfreundlich, weich, zart und ungefährlich – man traut ihnen meist nicht zu, dass sie für ein System eintreten, welches für den Völkermord an sechs Millionen Juden verantwortlich ist. Und genau diese ungefährliche Ausstrahlung macht sich das rechtsradikale Spektrum nun zu Nutze, um für die eigenen Reihen zu werben.




Eine Neonazimutter

Das nachfolgende Video zeigt eine nationalsozialistisch orientierte Mutter, welche ihre Wohnung mit SS-Runen, Hakenkreuzflaggen und Hitlerportraits tapeziert hat. Sie tritt entschlossen für den Nationalsozialismus ein und macht dabei keinen Halt vor der Erziehung ihrer siebenjährigen Tochter.
Ein Blick ins Kinderzimmer des Kindes gibt Aufschluss darüber, was bereits jetzt im Kopf der Tochter vorgehen muss. An der Wand befinden sich Schmierereien von toten Juden, sogar ein Giftfass mit der Aufschrift „Zyklon B“ hat das Kind an die Wand gekritzelt.
Inzwischen ermittelt der Verfassungsschutz gegen die Frau.



Landser – Volkshetze und Gitarren

Wie lassen sich Gefühle besser transportieren als mit Musik und Kunst?
Besonders Rockmusik mit lauten Gitarren und schnellen Schlagzeugrhythmen ist in der Lage Aggression zu Schaffen, Leute aufzurütteln und Gedankengut einprägsam zu vermitteln.
Das folgenden Video berichtet vom Bandleader der Band „Landser“ (inzwischen „Lunikoff“), welchen die  NPD inzwischen zum Partei-Musikwart ernannt hat. Seine Band publizierte in den vergangenen Jahren verfassungsfeindliche Musik für die Ohren junger Rechtsradikaler. Seht selbst:


Udo Voigt – „es waren nur 340 Tausend“


Abschließen möchten wir diesen Beitrag mit einem Mann, der sich selbst zum neuen Führer ernannt hat. Udo Voigt ist der vorsitzende der NPD und hat im folgenden Video etwas zu sagen, was in der Öffentlichkeit zur Festnahme und Anzeige geführt hätte…






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