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Bildung nur für Geld...
Montag, den 20. Oktober 2008 um 11:28 Uhr
500 Euro jedes Semester, 1000 Euro im Jahr. Die Studiengebühren haben in Deutschland Einzug gehalten. Die Politiker ignorierten viele Demonstrationen und Proteste, so manche Entscheidung musste letztendlich vom Verfassungsgericht getroffen werden.
Laut aktuellen Presseinformationen (dpa) hat das "Hochschul-Informations-System" (HIS) in Hannover dem Thema "Studiengebühren und ihre Folgen" eine eigene Studie gewidmet. Die Ergebnisse dieser Studie scheinen dem Kultusministerium allerdings gar nicht zu gefallen: allein im Abiturjahrgang von 2006 haben sich ca. 18000 (eigentlich interessierte) Abiturienten, auf Grund von Studiengebühren gegen ein Studium entschieden. Informationen der dpa zu Folge hält Ministerin Annette Schavan (CDU) die Studie seit Wochen unter Verschluss um einen Imageschaden zu vermeiden. Bundeskanzlerin Merkel hat für kommenden Mittwoch zu einem Bildungsgipfel nach Dresden geladen, da wären die Ergebnisse dieser Studie wohl (zu) viel Zündstoff.
Die beschrieben Entwicklung lässt sich natürlich auch an Zahlen festmachen: Im Vergleich zum Abiturjahrgang von 2003, erreichten im Jahr 2007 bundesweit ca. 17% mehr Schüler die allgemeine Hochschulreife. An den Universitäten bewarben sich im nachfolgenden Wintersemester aber ca. 5% weniger Absolventen als noch 2003.
In Zeiten anhaltender, gesellschaftlicher Kollektiv- verblödung und einer sich verstärkenden Zweiklassen- gesellschaft, wird das Recht auf Bildung zu einem Privileg, dass nur denen vergönnt ist, die sowieso von Anfang an die besseren Ausgangsbedingungen hatten. Das Recht auf Bildung gehört laut UNESCO genauso zu den Menschenrechten, wie die Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit - Deutschland macht das Grundrecht stattdessen zur einer Ware, einer Ware die sich viele junge Menschen nicht leisten können.| < < | > > |
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Kommentare
Das ist bereits die Zweiklassen-Gesellschaft in Vollendung.