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Berichterstattung: Obama in DD
Obama in Dresden – Berichterstattung
Der neu gewählte U.S. Präsident Barack Obama wird am Donnerstag / Freitag (04.05-05.05.2k9) der sächsischen Landeshauptstadt Dresden einen Besuch abstatten. Während seines Aufenthaltes will er weder Berlin besuchen, noch will er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Obama besucht Dresden um sich ein Bild des sächsischen Weltkulturerbes zu machen. Insbesondere die, nach dem Krieg neu aufgebaute Dresdner Altstadt mit der, nach altem Vorbild neu erbauten Frauenkirche, steht im Mittelpunkt seiner Besichtigungstour. Der mächtigste Mann der Welt wird am Donnerstag Nachmittag am Dresdner Flughafen erwartet, sein Gepäck wurde bereits letzte Woche gelieft. Obama wird im Hotel „Taschenbergpalais“, mitten in der Dresdner Altstadt wohnen. Ob er dieses mit seiner gepanzerten Limousine oder mittels Helikopter erreicht, ist noch unklar.
Die komplette Dresdner Altstadt wird von Donnerstag 3.00 Uhr (AM) bis Freitag 24.00 Uhr in verschiedene Sicherheitszonen aufgeteilt. Zum Hotel (rote Zone) hat nur der amerikanische Secret Service Zutritt. Die umliegenden Zonen sind nur für Anwohner erreichbar. Diese dürfen während des Aufenthalt des U.S. Präsidenten keine Fenster öffnen. Ihre Wohnung dürfen sie nur mittels Polizeigeleit erreichen, bzw. verlassen.
Um die inneren Sicherheitszonen wird ein Zaun gezogen.
Mindestens 138 Hundertschaften der Polizei (nach Adam Ries also mindestens 13800 Polizisten) werden für die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen sorgen. Aus vertraulichen Quellen ist uns bekannt, dass bereits letzte Woche diverse Scharfschützenteams die umliegenden Hochhäuser besichtigt habt, um ihren Einsatz zu planen. Außerdem durchsuchten Taucher die Elbe nach Sprengstoff und sämtliche Gullideckel in der Innenstadt wurden versiegelt.
Über 30 Millionen Euro kosten die Sicherheitsmaßnahmen für den 15-stündigen Aufenthalt des U.S. Präsidenten. Ob Sicherheitsmaßnahmen dieser Größenordnung wirklich sinnvoll sind, oder einer Verschwendung von Steuergeldern zur Befriedigung amerikanischer Paranoia gleichkommt, davon kann (und sollte) sich jeder sein eigenes Bild machen.
Fakt ist, dass Barack Obama wohl eine willkommene Abwechslung zur Schreckensherrschaft des George W. Bush darstellt und sich nach wie vor weltweiter Beliebtheit erfreuen kann. Dennoch sollte man im Zuge dieses „Obama Hipes“ nicht vergessen, dass auch er nur ein Mensch ist und jeder Mensch Fehler macht. Als Politiker ist man nie in der Lage es Allen recht zu machen.
In Dresden jedenfalls, könnte der Trubel um Obama zur Zeit nicht größer sein. Straßenbahnen und Busse werden mit der Aufschrift „Welcome Mr. President“ beklebt und die Bürger sind scheinbar bereit, sich dem Sicherheitswahn zu fügen (auch wenn die meisten Leute in Anbetracht des kommenden Polizei-, LKA, CIA-, Secret-Service-Aufgebots wohl eher den Kopf schütteln).
Frogged.de wird in den kommenden Tagen live vor Ort sein um von den Ereignissen zu berichten...
Sicherheitszonen
Wie bereits erwähnt wird das komplette Stadtzentrum in Sicherheitszonen unterteilt. Diese sind wie folgt aufgeteilt:
Zone 1 (rot): Kein Zutritt für Bürger. Zutrittsberechtigt ist nur das LKA, der Secret Service und einige, vom Secret Service ausgewählte Hotelmitarbeiter.
Zone 2 (grün): Zutritt nur für Anwohner und „sonstige Berechtigte“ (Verwandte von Anwohnern, Ladenbesitzer). Zutritt nur mit Polizeigeleit.
Zone 3 (grau): Selbe Zutrittsregelung wie in Zone 2. Polizeigeleit zur eigenen Wohnung gibt’s hier aber erst wenn Obama eingetroffen ist.
Zone 4 (weiß): Diese Zone darf von jedem betreten werden. Wer sich hier aufhält wird zumindest observiert.
Übrigens ist auch der Luftraum im Umkreis von 50km gesperrt, dies gilt auch für Rettungshelikopter.
Am Samstag sollte das ganze Drama vorbei sein. Obama reist dann nach Weimar und zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, wo er sich ein Bild von den Geschehnissen des 2. Weltkrieges machen will. Voraussichtlich wird Obama in Weimar auch eine Rede halten, bevor ihn seine Europa Tour weiter nach Frankreich führt.
Update 03.06.2k9
Einen Tag vor Eintreffen des U.S.-Präsidenten, gibt die Deutsche Presse Agentur (dpa) erste Planänderungen des U.S.-Präsidenten bekannt. Demnach wird sich Obama nun doch mit Angela Merkel (im Grünen Gewölbe, in der Dresdner Altstadt) treffen. Das ursprünglich geplante Kulturprogramm (Besichtigung des Zwingers, der Semperoper und der Frauenkirche) wurde zu großen Teilen gestrichen. Dafür sei zu wenig Zeit und außerdem sei es zu gefährlich, so die Begründung von offizieller Seite. Nach dem Meeting mit der Kanzlerin fliegt Obama ins KZ Buchenwald und gegen Abend nach Paris.
Ob das Gespräch mit Frau Merkel nun einen Kompromiss darstellt, um Unstimmigkeiten unter den Politikern zu vermeiden (die Herren Politiker waren etwas ungehalten weil Obama weder nach Berlin, noch Frau Merkel "besichtigen" wollte), oder eventuell einer schnellen Absprache bezüglich globaler Entwicklungen (wie zum Beispiel der Tatsache das Nordkorea jetzt funktionierende Atomwaffen besitzt) dienen soll, ist der Zeit unklar.
Beobachtungen in der Innenstadt
In 24 Stunden wird er da sein, der wohl mächtigste Mann der Welt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir haben uns mal in der Altstadt umgesehen.
Vor der Dresdner Frauenkirche wurden einige amerikanische Flaggen gehisst.
Auf dem Dresdner Kulturpalast wurde ein bisschen Unterhaltungselektronik installiert, damit der Polizei nicht langweilig wird.
Weiterhin wurden einige dieser lustigen weißen Zelte aufgebaut, welche keinen Eingang erahnen lassen. Was da wohl drin ist?
Das ZDF und einige andere TV- und Radiosender sind auch schon vor Ort.
Hier wird Obama wohnen: Das Taschenbergpalais. Übrigens bringt Obama sein eigenes Personal mit. Die sonstigen Angestellten des Fünfsternehotels mussten das Feld räumen.
Zaun, Zaun und noch mehr Zaun. Die ganze Innenstadt wird in den nächsten Studen eingezäunt.
Langsam füllt sich Dresden auch mit grün, ehm blau, ... schwarz? Könn die sich mal entscheiden?
Hintereingang des Hotels. Der Secret Service ist auch schon da.
Aufbau von Bühnen und einer 40m² großen Leinwand. Hier wird die "Welcome Mr. President" - Willkommensparty steigen.
Update 04.06.2k9 - 19.00
SPIEGEL Online hat ein kurzes Video zum Obama Besuch in Dresden eingestellt.
Tatüüüüü Tataaaaaaaaa, der Obama ist doch noch gar nicht da! - Aber die Polizei wird trotzdem langsam unruhig. So musste ich beobachten wie eine Gruppe von 5 Polizisten in den Außenbereich eines Restaurants traten, um dort einen Tisch mit 4 Leuten (alle zwischen 25 und 30) um die Herausgabe ihrer Personalien baten. Die Personen wirkten auf mich nicht gerade gefährlich, aber scheinbar gefährdet Sitzen die Sicherheit des U.S. Präsidenten.
2 Minuten später fragte mich eine, etwas verzweifelte Berliner Polizistin nach dem Weg zum Postplatz. Zeitweise wirkt die Arbeit der Polizei etwas unkoordiniert. Ich hoffe sie vergessen niemanden bei der Abreise. ;-)





Polizei hier, Polizei da... überall Polizei. Polizei und ZAUN. Zaun haben sie auch reichlichst mitgebracht.
Ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen als ich den Kommentar eines nebenstehenden Passanten (zu seiner Frau) hörte: "Das iss' wie 89', die ham Angst vor dor Bevölkorung."
Wo so viel Polizei ist, da ist das Chaos auch nicht weit. Da die komplette Dresdner Innenstadt abgesperrt wurde, herrscht um und in Dresden das reinste Verkehrschaos.
Auch dieser Motorradfahrer musste umdrehen.
Am Dresdner Altmarkt hat die Welcome Party begonnen. Laut Medienberichten waren da wohl "mehrere Tausend Dresdner".
Seltsamerweise trafen wir vor Ort nicht mal 1000 Leute an. Eventuell waren die TV-Anstalten auch an einem anderen "Dresdner Altmarkt". ;-)


Auf jeden Fall konnte man vor Ort stilvoll-amerikanisch Essen

Update 04.06.2k9 - 22.00
Barack Obama ist in Dresden eingetroffen und mit seiner Panzerlimousine "The Beast" zum Taschenbergpalais chauffiert worden. Wir wünschen einen angenehmen Aufenthalt!
Als erste Amtshandlung auf deutschem / dresdner Boden, biss Obama beherrzt in einen Schokoriegel. Mjam mjam mjam!
Update 05.06.2k9
Kurz war der Besuch des U.S. Präsidenten. Dennoch blieb Zeit für eine schnelle kulturelle Besichtigung der Dresdner Altstadt. Die Frauenkirche hat er sogar von innen gesehen. Angela Merkel bewies mehr Mut als der U.S. Präsident und getraute sich sogar in die Menge.
Über 30 Millionen Euro kostete der 17 stündige Besuch des U.S. Präsidenten, welcher sich der Dresdner Bevölkerung nur auf der Leinwand präsentierte. Das wichtigste gibt's kurz zusammengefasst auf SPIEGEL Online (Video 2 ).
Nachtrag 07.06.2k9
Und noch ein Video ist bei SPIEGEL Online aufgetaucht. Sehr skurile Personen hat die SPIEGEL Redaktion da aufgetrieben. Die beste Haltungsnote hat, unserer Meinung nach, der Herr verdient, der bei 00:18 Min. im Hintergrund tanzt.
Weiterhin möchten wir auf einen Artikel in der Sächsischen Zeitung hinweisen, welcher über die Polizeirazzia im Nobelrestaurant "Italienisches Dörfchen" (am Dresdner Altmarkt) informiert. Das Restaurant war nicht der einzige Ort, an dem das SEK Schaden anrichtete. Auch die Wohnung eines Dresdners, welcher in seinem Wohnzimmer ein Luftgewehr an der Wand hängen hatte, wurde gestürmt. Es stellte sich heraus, dass der Mann Mitglied des Schützenvereins ist. Ein Scharfschütze hatte das Gewehr gesehen, als er mit seinem Visier die Fenster der umliegenden Häuser absuchte. Laut Medienberichten kommt die Polizei scheinbar nicht für den Schaden auf.
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